Die Bucht - The Cove

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Ein Dokumentarfilm über Delfinjagd - spannend wie ein Thriller

Ab Sonntag 7. Februar täglich im Kino Bourbaki, Luzern

Niemand kennt Delfine so gut wie Ric O’Barry. In den 60er-Jahren war er der Trainer von Flipper - jenem Delfin, der Generationen von Fernsehzuschauern begeisterte und die eleganten Schwimmer mit dem vermeintlich immerwährenden Lächeln zu einem der meistgeliebten Tiere machte. Eine Liebe, die dem Delfin zum Verhängnis wurde. Denn mit Delfinarien, Delfin-Shows, Delfintauchgängen und -therapien entstand ein global florierendes Multimilliardengeschäft - eine Industrie, für deren Existenz sich O’Barry mit verantwortlich fühlt. Und gegen die er, nach einem tragischen Vorfall, seit mehr als 38 Jahren mit ganzer Leidenschaft ankämpft. Weltweit engagiert er sich gegen den Fang von Delfinen und macht wirtschaftliche und politische Interessen öffentlich, die hinter dem Geschäft mit den Meeressäugern stehen.

Was Ric O’Barry jedoch im japanischen Küstenort Taiji entdeckt, ist unvorstellbar. In einer abgelegenen Bucht, die von der Aussenwelt durch Stacheldraht und Sicherheitspersonal abgeschottet wird, liegt ein dunkles und tödliches Geheimnis.

Der Film zeigt, wie sich O’Barry gemeinsam mit Regisseur Louie Psihoyos auf eine Undercover-Mission begibt, um dieses Geheimnis ans Licht zu bringen. Im Stil von “Ocean’s Eleven” rekrutieren die beiden ein Team von Spezialisten bestehend aus Tauchern, Surfern, Unterwasserfilmern und Special Effects-Künstlern. Ihr Ziel: die Vorgänge in der Bucht zu filmen und damit aufzudecken, was der Öffentlichkeit bisher verschwiegen wurde. Die Polizei, lokale Behörden und die Fischer von Taiji sind ihnen immer auf den Fersen, doch mit Nachtsichtgeräten, Wärmekameras und weiterer High-Tech-Ausrüstung sind O’Barry, Psihoyos und ihr Team ihren Widersachern immer einen Schritt voraus. Sie kommen dem Geheimnis immer näher. Dem Geheimnis, das nur die Spitze des Eisbergs ist…

Die Bucht - The Cove
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Ein grandios gemachter Film. Eine packende Mischung aus Thriller, Politik und Emotionen” Tages Anzeiger

So zwingend, wie ein Dokumentarfilm nur sein kann” Variety

Ein kraftvolles und effektives Stück aktivistischen Filmemachens” L A Times

Festivals & Preise:
Sundance Film Festival 2009: Audience Award

Nominiert für den Oscar 2010: “Bester Dokumentarfilm”

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Geschwätz mit Folgen

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Eine Scheininitiative wird jetzt mit einem Scheingegen­vorschlag bekämpft – das Rezept einer sprachlosen bürgerlichen Mitte.

Fleisch gibt es in unterschiedlicher Qualität: Vom Naturabeef-Filet bis zum Gammelfleisch. AusländerInnen auch? Den Begriff der «Ausländerqualität» nahm CVP-Nationalrat Gerhard Pfister letzte Woche in der «Arena» des Schweizer Fernsehens in den Mund. Zu stören schien der Begriff niemanden.

In der Sendung diskutierte man die SVP-Ausschaffungsinitiative. «Ausländer, die vergewaltigen, stehlen, Sozialhilfe missbrauchen», müssen ausgeschafft werden, in Varianten zigmal wiederholt, das ist der Kernsatz des SVP-Vertreters Adrian Amstutz. Man streiche drei Buchstaben und schon heisst­ es: «Ausländer vergewaltigen, stehlen, missbrauchen Sozialhilfe».

Diese Woche hat die staatspolitische Kommission des Ständerats beschlossen, die Ausschaffungsinitiative nicht für ungültig zu erklären, obwohl man kaum offensichtlicher gegen Verfassungs- und Völkerrechtsprinzipien verstossen könnte. Noch hat der Abstimmungskampf nicht begonnen, die zur Initiative gehörenden Schlagworte nisten sich dennoch bereits ein, setzen sich – emotional aufgeladen – in eine enge Beziehung zueinander: Vergewaltiger, Diebe, Sozialschmarotzer, Mörder, Kuschelrichter, Ausländer, Ausschaffen.

«Kuscheljustiz» wird lanciert

Die SVP erkämpft sich Wortasso­ziationen und Begriffe, erfindet neue Bezeichnungen, haut sie in die Köpfe. Sie schafft sich das sprachliche Fundament, auf das sie ihre (verkürzten) Argumente bauen kann. Auf Gegenwehr stösst sie kaum. Das sprachliche SVP-Fundament ist nachhaltig, weiterverwertbar, kombinierbar. Wenn Amstutz heute in der «Arena» den Richtern «Kuscheljus­tiz» im Umgang mit AusländerInnen vorwirft, muss er nicht erklären, was er damit meint. Die SVP hatte den Begriff im Sommer 2008 im Rahmen einer Strafrechtsdebatte – es ging um die Umwandlung kurzer Gefängnisstrafen in Geldstrafen – lanciert. Seither ist er laut Schweizerischer Mediendatenbank SMD in fast 300 Zeitungsartikeln verwendet worden, darunter über 40 Mal in Titeln oder Leads. Der Begriff ist erregend wie Sex and Crime – verwendet wurde «Kuscheljustiz» unter anderem im Zusammenhang mit Rasern, den «Sex-Tätern» des FC Thun und Kindsmissbrauch.

Dabei kann von «Kuscheljustiz» keine Rede sein. AusländerInnen sind bereits heute vor Gerichten einer Diskriminierungsgefahr ausgesetzt und werden mitunter für vergleichbare Delikte härter bestraft als SchweizerInnen, wie der Basler Strafrechtsprofessor Peter Albrecht im Juristenmagazin «Plädoyer» schrieb. Doch wo sind die bürgerli­chen PolitikerInnen, die den Mut haben, mit Argumenten in eigener Sprache dagegenzuhalten? Viele (bis in die Linke hin­ein) sagen dasselbe: «Das Volk und seine Probleme muss man ernst nehmen», das «Volk würde nicht ver­stehen, wenn …» Wer das Volk ist und was seine Probleme sind, entscheidet die SVP.

Härter als die Initiative?

Diese Woche also drang die FDP mit einem direkten Gegenvorschlag in der Kommission durch. Dieser suggeriert den StimmbürgerInnen, ähnlich hart (wenn nicht härter) wie die Initiative zu sein, aber ohne «die Grundprinzipien der Bundesverfassung und des Völkerrechts» zu verletzen. Dieser Passus steht nicht etwa in einem Begleittext, sondern direkt im Gegenvorschlag, der dereinst in der Verfassung stehen könnte. Kommissionsvertreter Hansheiri Inderkum (CVP) sagte dazu: «Natürlich hätte man nicht hinschreiben müssen, was ohnehin immer gilt, aus politischen Überlegungen haben wir es trotzdem getan.»

So wird suggeriert, man könne die Ausschaffungsinitiative entweder mit oder ohne rechtsstaatliche Grundprinzipien haben. Das hätte sich sie SVP nicht besser ausdenken können.

Für Anwalt Marc Spescha, ein erfahrener Praktiker und Dozent für Ausländerrecht, ändert der Gegenvorschlag – sollte er in der jetzigen Form angenommen werden – kaum etwas an der bestehenden Ausweisungspraxis des Bundesgerichts. «Selbst die SVP-Initiative würde in der Praxis kaum zu Änderungen führen – sie ist schlichtweg nicht umsetzbar», so Spescha. Obwohl die Initiative dem Wortlaut nach bestimmte Delikte automatisch – ohne Verhältnis­mässigkeitsprüfung – mit der Ausweisung ahndet, müssten die Gerichte weiterhin verhältnismässig entscheiden und überdies mehrere völkerrechtlichte Verpflichtungen beachten. «So wie sie es bereits heute tun und tun müssen», sagt Spescha.

Ob die Initiative angenommen wird, ist also faktisch irrelevant. Dafür ist sie symbolisch von hoher Wichtigkeit. Auch der Gegenvorschlag ändert nichts an der gegenwärtigen Praxis, zementiert aber rechte Klischees: Auch wenn «nur» der Gegenvorschlag angenommen werden sollte, wird die SVP bei jeder verhältnismässigen Nichtausschaffung laut die «Missachtung» des Volkswillens beklagen können. Noch könnte das Parlament den Gegenvorschlag der Kommission kippen und die Initiative für ungültig erklären.

Sonst stimmen wir über zwei Vorlagen ohne direkte Folgen ab. Beide Varianten tun, als ob.

Wieso spricht niemand von «Scheinabstimmung»?

Quelle: WOZ (Autor: Dinu Gautier)

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Revolution ist tanzbar

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Muse - Time is running out

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Im Rahmen der internationalen Solidaritätswochen findet am 12. Februar um 20.30 im Info- und Plattenladen ROMP eine Infoveranstaltung zum Baskenland mit einem ehemaligen politischen Gefangenen statt.

Mehr Infos entnehmt Ihr dem Flyer [PDF] sowie der Homepage info-baskenland.de

Update: Flyer mit allen Daten der Soliwochen in der Schweiz

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Am 19. Januar 2010 fiel die langerwartete Entscheidung über den Todesstrafenantrag gegen Mumia am US Supreme Court. Wie so oft überschlugen sich Pressemeldungen mit allerlei Ungereimten bis hin zu absoluten Falschmeldungen. Vermutlich wird es die Free Mumia Bewegung Monate kosten, um die Interessierten über die reale Sachlage zu informieren:

Es gibt KEIN neues Verfahren für Mumia Abu-Jamal!

Im Gegenteil: dem Antrag der Staatsanwaltschaft wurde insofern entsprochen, als das die Umwandlung der Todesstrafe in Lebenslänglich (so entschieden 2001 und 2008 an Bundesgerichten) aufgehoben wurde. Formal wurde der Fall ans 3. Bundesberufungsgericht zurückverwiesen mit der eindeutigen Empfehlung, die Todesstrafe auszusprechen.

Das bedeutet zweierlei:

Mumia Abu-Jamal ist nun noch bedrohter um sein Leben, als er es ohnehin schon war. Aber es zeigt auch, dass die verstärkten weltweiten Proteste der letzten Monate Wirkung zeigen: Das höchste Gericht der USA hat sich nicht getraut, selbst eine Entscheidung zu treffen und die Todesstrafe jetzt sofort einzuleiten.

Zur Einschätzung der weiteren juristischen Abläufe lest bitte das verlinkte Interview mit Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan (siehe “Presse”).

Beide Petitionen an Obama und Justizminister Eric Holder sind weiterhin relevant. Bitte verbreitet sie nach wie vor weiter und unterschreibt sie, falls ihr es nicht ohnehin schon getan habt. Wer die Petitionstexte noch mal auf Deutsch lesen möchte, findet die Obama Petition hier und an Eric Holder hier

Vermutlich hoffen die Behörden darauf, dass die Proteste und das öffentliche Interesse um den Fall wieder abflauen. Sie wollen Mumia Abu-Jamal so oder so bis an sein Lebensende im Gefängnis halten.

Die Solidaritätsbewegung lässt sich davon jedoch nicht täuschen. Sicherlich sind alle froh, dass wir nicht in einem der kältesten Winter seit Jahrzehnten Notfallproteste mit grossem Aufwand auf der Strasse organisieren müssen. Die Unterstützungsarbeit geht jedoch nach wie vor weiter. Es gab als direkte Reaktion auf die Entscheidung bereits öffentliche Demos und Aktionen in New York, Philaldelphia, Hannover, Bielefeld und vor wenigen Tagen in Heidelberg (siehe “Berichte aus der Bewegung”). Wir hörten auch von einer Kundgebung in Neuseeland.

Resolutionsanträge zur Unterstützung von Mumia und für eine generelle Ablehnung der Todesstrafe laufen im Bundesgebiet weiter (siehe dazu auch “Berichte aus der Bewegung”). Am 28.01.10 verabschiedete die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung eine Resolution gegen die Todesstrafe und für die Unterstützung von Mumia Abu-Jamal. Dasselbe passierte einige Tage zuvor in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain/Kreuzberg in Berlin. Auch hier scheint sich niemand von der Vernebelungstaktik der US-Justiz sowie der Medien täuschen zu lassen.

Auch weitere Filmvorführungen und anschliessende Diskussionen sind in verschiedenen bundesdeutschen Städten für den Februar angekündigt (siehe “Termine”). Sehr viele Menschen schreiben Mumia in den Todestrakt. Mumia Abu-Jamal hat am 24. April 2010 seinen 56. Geburtstag, es wird sein 28. in Haft. Da die Postzensur ungefähr zwei Monate dauert, wäre es gut, wenn ihr eure Geburtstagsglückwünsche noch im Februar absendet.

In den nächsten Tagen wird es darüber hinaus auch Deligiertentreffen verschiedener Free Mumia Bündnisse und Gruppen geben, um darüber zu beraten, wie wir die Freiheit von Mumia und die Abschaffung der Todesstrafe unabhängig von den Justizpossen, die uns seit Jahrzehnten vorgeführt werden, verstärken können.

Erste Überlegungen:

  • dezentraler bundesweiter Aktionstag an Mumias 56. Geburtstag. Dieser fällt dieses Jahr auf einen Samstag: der 24. April 2010
  • weitere gemeinsame, grosse Free Mumia Aktivitäten 2010 (dazu wird es im März 2010 weitere Infos geben)

Ausserdem gibt es viele kleinere Projekte, die bereits laufen und aufgegriffen werden können. So wäre es möglich, mit der gerade neu erschienenen Solidaritäts-CD “Rage Against The Death Machine” und darauf vertretenen KünstlerInnen regional Konzerte/Parties zu veranstalten, um a) Öffentlichkeit über Mumia und den Kampf gegen die Todesstrafe herzustellen und b) auch Solidaritätsgelder für die laufende Kampagne einzuspielen. Interessierte können sich per e-mail an mumia_soli_musik@riseup.net wenden.

Einzelne sitzen auch gerade daran, Themenkomplexe wie den Widerstand gegen die Todesstrafe oder den gefängnisindustriellen Komplex zu vertiefen. Mumia Abu-Jamal arbeitet seit Jahrzehnten zu beiden Themen. Eventuell wird es in der zweiten Jahreshälfte die Möglichkeit geben, ReferentInnen darüber einzuladen. Im Bundesverband Freier Radios werden jetzt auch hin und wieder Beiträge unserer Radiogruppe zum freien Download veröffentlicht.

zum weiteren Inhalt:

1.*** Nachrichten aus der Free Mumia Bewegung
2.*** Presse über Mumia
3.*** Termine zur Unterstützung von Mumia Abu-Jamal

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Sonntagsphilosophen

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By gonorrea | 1 Kommentar

“Ich liebe es, in Los Angeles auf einem Freeway zu fahren und jemanden in der Schweiz anzurufen. Nicht, dass ich jemand in der Schweiz kennen würde, doch ich finde es unheimlich schick, dort anzurufen. Meistens nehmen irgendwelche Frauen ab, die ich nicht kenne.” (Mel Brooks)

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Revolution ist tanzbar

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Molotov - Frijolero

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DAS Argument für Vermummung an Demonstrationen liefern hauptsächlich Gegner dieses Phänomens.

So zum Beispiel geschehen nach der Anti-WEF-Demonstration in Luzern vom letzten Samstag. Anhänger von Rechtsaussen-Positionen kritisierten das dulden von Vermummten an der Demo seitens der Polizei (”Das Vermummungsverbot wurde ganz klar von etlichen Demonstrationsteilnehmern nicht befolgt” – Quelle: Pro Luzern), während sie gleichzeitig unvermummte Teilnehmer der Demonstration öffentlich an den Pranger stellen (”Die Tochter der städtischen Sicherheitsdirektorin an der Demonstration teilnahm” – Quelle: Pro Luzern, dieselbe Meldung)…

Merken die Idioten überhaupt, was sie da tun?

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TV-Tipp: Birkenau und Rosenfeld

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By gonorrea | 2 Kommentare

Durch einen Tombolagewinn erhält die Filmemacherin Myriam die Möglichkeit, nach Krakau zu reisen, wo sie vor 50 Jahren als 15-Jährige das KZ Birkenau überlebte. Mit Anouk Aimée und August Diehl.

Myriam (Anouk Aimée), die viele Jahre lang als Filmemacherin und Reporterin in der ganzen Welt unterwegs war, nimmt an einem Treffen von KZ-Überlebenden teil. Voller Freude trifft sie einige ihrer Leidensgenossinnen wieder. Bei einer Verlosung gewinnt Myriam den ersten Preis: ein Fahrrad und ein Flugticket nach Krakau.

Die Rückkehr nach Birkenau ist für Myriam eine Pilgerfahrt, die sie nach langer Vorbereitungszeit ganz bewusst allein antritt. Als sie das KZ wieder betritt, löst das Emotionen aus, die sie lange verdrängt hat.

Myriam hat zwar überlebt, aber ihr Vater, mit dem sie ins KZ kam, als sie vierzehn war, ist nicht zurückgekehrt. Den Großteil derer, mit denen sie diese zwei Jahre in der Hölle verbracht hat, hat sie verloren. Schmerzliche Erinnerungen stürzen mit aller Kraft auf Myriam ein. Die Baracke, in der sie untergebracht war, steht noch, sogar ihre Koje ist noch da.

Am frühen Morgen setzt Myriam ihre Erkundung Birkenaus fort. Sie trifft einen jungen Deutschen Fotografen namens Oskar (August Diehl), der sich zur Aufgabe gestellt hat, “das Unsichtbare zu zeigen”, das sich in den Ruinen des KZ verbirgt.
Oskar bittet sie, ihm dabei zu helfen, die Spuren zu entschlüsseln und seinen Blick zu schärfen.

Zunächst sträubt Myriam sich dagegen, sich in ihrer Meditation stören zu lassen. Aber angesichts der rührenden Hartnäckigkeit, mit der ihr dieser junge Mann auf den Fersen bleibt und sein Ziel verfolgt, gibt sie schließlich nach. Gemeinsam durchstreifen sie nun das KZ, sie führt ihn zu den Baracken und Gaskammern. Schließlich führen sie ihre Wege an einen der schrecklichsten Orte des Lagers: die Ruinen der Krematorien 4 und 5, wo im Sommer 1944 Hunderttausende Juden und Zigeuner nach ihrer Ermordung in den Gaskammern verbrannt wurden.

Myriam erzählt Oskar von jenem Geheimnis, das ihr keine Ruhe lässt: Sie soll an der Aushebung von Gruben beteiligt gewesen sein, in denen Leichen verbrannt wurden, als die Öfen nicht ausreichten. Myriam selbst hat keinerlei Erinnerung daran. Wenn es aber doch wahr ist?

“Birkenau und Rosenfeld” wurde 2003 mit dem Friedenspreis des deutschen Films, dem Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke, ausgezeichnet und erhielt auf dem Internationalen Filmfest Jerusalem den Preis in der Kategorie “Bester Film”.

Sendungsinfo:
Bayerisches Fernsehen, Mittwoch, 27. Januar 2010, 23.50 Uhr

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Auf dem Weg zum Luzerner Volkshaus

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MEDIENMITTEILUNG

Salle Modulable: Bericht und Vision der IKU Boa

Die IKU Boa präsentiert mit der Vision Luzerner Volkshaus eine Diskussionsgrundlage für die Erneuerung des Kulturkompromisses in Luzern und macht einen konkreten Vorschlag für die zukünftige Nutzung des Theaterhauses an der Reuss für den Fall, dass das Projekt einer Salle Modulable realisiert werden sollte.

Die allfällige Realisierung der Salle Modulable und die damit verbundenen Beiträge der öffentlichen Hand machen es notwendig, dass das kulturelle Gleichgewicht in der Stadt Luzern neu austariert wird. Dies umso mehr als die seit längerem andauernde Verdrängung der nicht-etablierten Kultur weiter geht und sich sogar verschärft. Das Kulturzentrum Boa musste dieser Entwicklung bereits weichen, die nächsten Opfer sind mit dem Theater La Fourmi, der Blues Bar und weiteren NutzerInnen des Frigorexareals bereits bestimmt, aber u.a. auch das Treibhaus, die Industriestrasse und die Schüür sind mittel- bis längerfristig bedroht.

Es geht nicht an, dass einseitig nur die etablierte Kultur gefördert und die nicht-etablierte Kultur verdrängt wird. Deshalb ist für uns klar: Ohne Erneuerung des Kulturkompromisses wird die geplante Salle Modulable nicht mehrheitsfähig werden! Die Vision Luzerner Volkshaus zeigt einen gangbaren Weg für diese Erneuerung auf. Ausserdem würde so sichergestellt, dass das heutige Gebäude des Luzerner Theaters auch in Zukunft im Dienste der Öffentlichkeit genutzt wird.

Obwohl dieser Vorschlag von der IKU Boa lanciert wird, ist es klar, dass das Luzerner Volkshaus keine Neuauflage des Kulturzentrums Boa sein wird. So sind denn auch bereits erste Bemühungen zur Gründung eines unabhängigen und breit abgestützten Vereins im Gange, der fortan die Vision Luzerner Volkshaus weiter verfolgen, konkretisieren und umsetzen
soll.

Vision Luzerner Volkshaus [PDF-Datei]

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