Archive for the 'antisemitismus' Category

65. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Sonntag, April 11th, 2010
Am 11. April 1945 wurde das Lager Buchenwald durch eine präzise geplante und gezielte Aktion des internationalen Lagerkomitees befreit. Diese Aktion ist von den ehemaligen Häftlingen als Selbstbefreiung empfunden worden und so in die DDR-Historiografie eingegangen. Es gab stets Versuche, die Selbstbefreiung als kommunistischen Mythos umzudeuten und zu behaupten, nicht die Organisation der Gefangenen, sondern die amerikanische Armee hätte Buchenwald befreit; von einer Selbstbefreiung könnte nicht die Rede sein. Dass das nicht stimmt, belegt eine kommunistischer Propaganda unverdächtigte Quelle: der Tagesbericht der amerikanischen Armee…

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TV-Tipp: Birkenau und Rosenfeld

Mittwoch, Januar 27th, 2010

Durch einen Tombolagewinn erhält die Filmemacherin Myriam die Möglichkeit, nach Krakau zu reisen, wo sie vor 50 Jahren als 15-Jährige das KZ Birkenau überlebte. Mit Anouk Aimée und August Diehl.

Myriam (Anouk Aimée), die viele Jahre lang als Filmemacherin und Reporterin in der ganzen Welt unterwegs war, nimmt an einem Treffen von KZ-Überlebenden teil. Voller Freude trifft sie einige ihrer Leidensgenossinnen wieder. Bei einer Verlosung gewinnt Myriam den ersten Preis: ein Fahrrad und ein Flugticket nach Krakau.

Die Rückkehr nach Birkenau ist für Myriam eine Pilgerfahrt, die sie nach langer Vorbereitungszeit ganz bewusst allein antritt. Als sie das KZ wieder betritt, löst das Emotionen aus, die sie lange verdrängt hat.

Myriam hat zwar überlebt, aber ihr Vater, mit dem sie ins KZ kam, als sie vierzehn war, ist nicht zurückgekehrt. Den Großteil derer, mit denen sie diese zwei Jahre in der Hölle verbracht hat, hat sie verloren. Schmerzliche Erinnerungen stürzen mit aller Kraft auf Myriam ein. Die Baracke, in der sie untergebracht war, steht noch, sogar ihre Koje ist noch da.

Am frühen Morgen setzt Myriam ihre Erkundung Birkenaus fort. Sie trifft einen jungen Deutschen Fotografen namens Oskar (August Diehl), der sich zur Aufgabe gestellt hat, “das Unsichtbare zu zeigen”, das sich in den Ruinen des KZ verbirgt.
Oskar bittet sie, ihm dabei zu helfen, die Spuren zu entschlüsseln und seinen Blick zu schärfen.

Zunächst sträubt Myriam sich dagegen, sich in ihrer Meditation stören zu lassen. Aber angesichts der rührenden Hartnäckigkeit, mit der ihr dieser junge Mann auf den Fersen bleibt und sein Ziel verfolgt, gibt sie schließlich nach. Gemeinsam durchstreifen sie nun das KZ, sie führt ihn zu den Baracken und Gaskammern. Schließlich führen sie ihre Wege an einen der schrecklichsten Orte des Lagers: die Ruinen der Krematorien 4 und 5, wo im Sommer 1944 Hunderttausende Juden und Zigeuner nach ihrer Ermordung in den Gaskammern verbrannt wurden.

Myriam erzählt Oskar von jenem Geheimnis, das ihr keine Ruhe lässt: Sie soll an der Aushebung von Gruben beteiligt gewesen sein, in denen Leichen verbrannt wurden, als die Öfen nicht ausreichten. Myriam selbst hat keinerlei Erinnerung daran. Wenn es aber doch wahr ist?

“Birkenau und Rosenfeld” wurde 2003 mit dem Friedenspreis des deutschen Films, dem Bernhard Wicki Filmpreis - Die Brücke, ausgezeichnet und erhielt auf dem Internationalen Filmfest Jerusalem den Preis in der Kategorie “Bester Film”.

Sendungsinfo:
Bayerisches Fernsehen, Mittwoch, 27. Januar 2010, 23.50 Uhr

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Islamophobie hat fatale Parallelen zum Antisemitismus

Mittwoch, Dezember 2nd, 2009

Sabine Schiffer vom Institut für Medienverantwortung über das Schweizer Minarett-Verbot, deutsche Integrationsdebatten und den Fall Marwa el-Sherbini

Wir haben den Antisemitismus vor allem in Bezug auf den Nationalsozialismus erörtert. Das ist eine unglückliche Einschränkung. Es nutzt niemandem etwas, wenn ich mich hinstelle und sage, wie konnten die damals nur so rassistisch sein – so als könnte uns das heute nicht mehr passieren. Wenn wir uns die subtileren Formen des Antisemitismus ansehen, so wie wir es in unserem Buch in Bezug auf das 19. Jahrhundert tun, dann wird überdeutlich, was sich hier für fatale Parallelen entwickeln: Damals wurde diskutiert, ob jüdische Lehrer gute Lehrer sein können, dass man die jüdischen Schriften und Predigten ins Deutsche übersetzen müsse, ob Juden überhaupt loyale Staatsbürger sein können etc. Und natürlich waren Eigenheiten wie etwa das Schächten oder Speisevorschriften gerne ein Thema der Abgrenzung und auch Diffamierung. Auch ein Vergleich mit Karikaturen aus dieser Zeit würde verdeutlichen, dass wir nicht antiislamische Karikaturen unter Meinungsfreiheit abbuchen können.

Quelle: Telepolis

“Wenn erst die Moscheen brennen, will es wieder keiner gewesen sein!”

Hagen Rether

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Wahlkampf Teil 2: Basteln gegen Nazis

Freitag, Mai 22nd, 2009

In Deutschland ist gerade Wahlkrampf. Unvermeidlich: Die NPD kandidiert auch, zum Teil mit  echt widerlichen Plakaten. ;-)

Viele Leute wissen nicht, wie sie mit dem braunen Dreck umgehen sollen. Unser Vorschlag:

So kann jedeR etwas sinnvolles gegen die braunen Tretminen tun. Hier gibt es die Druckvorlage zum Runterladen! Keine Angst, ihr versaut euch nicht den Computer, sondern tut was für eine kreative Bastelstunde. Los geht’s: Datei ausdrucken, Textstreifen zuschneiden, jeweils in der Mitte falten, schön mit Klebestift einstreichen, einen Zahnstocher in den Mittelfalz legen, zusammenfalten und hübsch festdrücken: Fertig ist das Fähnchen gegen Nazis!

Beim Sonntagsspaziergang mit genügend Fähnchen ausgerüstet kann man dann aktiv werden: Was sonst ein Ärgernis ist, ist nun äußerst erwünscht: Stinkende Hundehaufen oder sonstige leckere Lokalitäten! Denn sie sind exakt der richtige Ort für unsere Fähnchen. Gut sichtbar hineingesteckt, zeigen sie klar und deutlich was man von der NPD hält und was man will: Ihr sofortiges Verbot!

Bitte schickt Eure Fotos von Euren Aktionen (gerne auch mit Ortsangabe) per Mail, sie werden dann hier veröffentlicht.

SVP plant rassistischen Sonderparteitag

Donnerstag, April 16th, 2009

Am Samstag, den 2. Mai, plant die SVP in Bern eine erneute Provokation: Im Nationalen Pferdezentrum in der Mingerstraße 3 will die Partei des institutionalisierten Rassismus von 10:30 Uhr bis 15 Uhr einen Sonderparteitag zum Thema „Die Migrationspolitik auf Irrwegen“ veranstalten. Sie wirbt auf ihrer Website ausgerechnet mit dem rassistischen Schäfchen-Plakat, mit dem sie sich bereits am 6. Oktober 2007 eine blutige Nase holte.

Raus auf die Straße, ganz fest gegen Rassismus!

Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann?

Dienstag, Februar 24th, 2009

Laut einer Nationalfondsstudie ist Fremdenhass und -angst in der Schweiz weit verbreitet.

So haben über 50% der Schweizer Bevölkerung Fremdenangst. Angst vor dem Islam zeigte sich bei 30%, antisemitische Einstellungen bei 20% und sexistische Haltungen bei 40%.

Quelle: swissinfo

Mir wurde soeben speiübel…

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Antisemitische Schandtat in Basel

Freitag, November 14th, 2008

Am 70. Jahrestag der Reichspogromnacht haben Unbekannte an einem Lebensmittelgeschäft mit Koscher-Produkten in Basel ein Plakat mit der Aufschrift “Kauft nicht bei Juden” angebracht.

Wie DAVID, das Zentrum gegen Antisemitismus und Verleumdung, mitteilte, wurde das Plakat am Montag angebracht. Das Machwerk verbreite in bekannter Manier die gängigen wie üblen antisemitischen Klischees der Rechtsextremen und Neonazis.

Der Inhaber des Geschäfts habe die Strafverfolgungsbehörden eingeschaltet, die in solchen Fällen sowieso von Amtes wegen ermitteln müssen. In Zusammenarbeit mit der Israelitischen Gemeinde Basel versuchen die Behörden den möglichen Täterkreis einzugrenzen.

Die so genannte “Reichskristallnacht” begann in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. Bei den von den Nazis organisierten Pogromen gegen Juden in Deutschland und Österreich wurden innerhalb weniger Stunden tausende Synagogen und jüdische Geschäfte beschädigt oder zerstört. Dutzende Juden wurden getötet und tausende in Konzentrationslager verschleppt.

Doch auch Basel selber kennt aus vergangener Zeit den Judenpogrom. Am 16. Januar 1349 kamen in Basel schätzungsweise fünfzig bis siebzig Juden gewaltsam ums Leben. Der Pogrom gehörte zu einer Reihe von Verfolgungs- und Vernichtungsmassnahmen, die im Umfeld der ersten mittelalterlichen Pestpandemie organisiert wurden. Der Pogrom bedeutete das Ende der ersten jüdischen Gemeinde von Basel.

Leider scheinen heute noch einige Ewiggestrige nicht lernfähig zu sein. Das Projekt Aufklärung als Befreiung aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit tut Not.

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Petition “Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe” unterzeichnen! Petition “Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe” unterzeichnen!