Archive for the 'klima' Category

ARD und ZDF beschweren sich über eingeschränkte Berichterstattung

Freitag, Dezember 18th, 2009

Die Korrespondenten von ARD und ZDF, die nach Kopenhagen gereist sind, unterliegen massiven Beschränkungen. Aus diesem Grund haben die Sender einen Protestbrief veröffentlicht. Im Folgenden der Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten hiermit gegen die massive Beschränkung der freien Berichterstattung auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen protestieren. Seit heute dürfen sich Journalisten im Konferenzzentrum nicht mehr frei bewegen. Drehs außerhalb des Pressezentrums sind nur noch möglich, wenn ein Delegationsmitglied das Kamerateam und den Reporter an der Sicherheitsschleuse abholt und das Team dann von einem UN-Verantwortlichen begleitet wird. Spontane Drehs sind unmöglich. Selbst die UN-Medienkoordination wurde offenbar von diesen Maßnahmen überrascht, da die Verschärfung nicht angekündigt war. Diese Maßnahmen verstoßen gegen die Presse- und Rundfunkfreiheit und behindern die Arbeit der Medien in höchstem Maße. Wir sehen das Recht der freien Berichterstattung massiv eingeschränkt. Daher fordern wir die sofortige Aufhebung dieser Einschränkung für alle Journalistinnen und Journalisten auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen.

Mit freundlichen Grüßen,

Nikolaus Brender Thomas Baumann
Chefredakteur ZDF Chefredakteur ARD

Quelle

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UN fördert Landraub und Vernichtung der Regenwälder

Dienstag, Dezember 15th, 2009

Das UN-Klimasekretariat hat beschlossen, dass Soja-, Ölpalm- und andere Plantagen zur Produktion von Agroenergie Emissionsgutschriften erhalten. Die von Europa und den USA geförderte Agroenergie-Industrie kann sich damit über zusätzliche Subventionen in Millionenhöhe freuen. Diese Entscheidung muss zurückgenommen werden.

Nach der Entscheidung des Vorstands des “Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung” (”Clean Development Mechanism – CDM”) des UN-Klimasekretariats (United Nations Framework Convention on Climate Change) können die Betreiber von Soja- und Ölpalm-Plantagen zukünftig Emissionsgutschriften erhalten und im Rahmen des CDM nutzen. Das bedeutet konkret: Kohlekraftwerke in Europa können ihre riesigen CO2-Emissionen durch den Kauf von Gutschriften der Plantagenbetreiber neutralisieren. Dabei belasten die Plantagenbetreiber das Klima und die Umwelt in Brasilien, Indonesien und Thailand kaum weniger als die Umweltsünder in Europa. Sie roden Regenwälder, zerstören einzigartige Ökosysteme und treiben den Klimawandel weiter voran.

Der CDM ist ein im Kyoto-Protokoll vorgesehener Mechanismus, der die Kosten der CO2-Reduktion für die Industrieländer senken soll. In den Entwicklungsländern soll gleichzeitig eine ökologisch nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung durch den Zufluss von Investitionen und Technologie ermöglicht werden. Es lässt sich aber schon jetzt klar belegen, dass der CDM die zerstörerischen Industrien im Süden begünstigt und zu Lasten der Menschen, die dort leben, ihrer Rechte und der Umwelt geht. Zukünftig sollen auch Soja-, Ölpalm- und Jatropha-Plantagen zu den Nutznießern der Regelungen gehören. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die CDM-Kriterien bei weitem nicht ausreichen, um Missbrauch zu verhindern.

Das Klimasekretariat folgt mit seiner Entscheidung eindeutig Wirtschaftsinteressen. Der Agroenergie Konzern “Agrenco” erhält nun eine neue Einnahmequelle für seine Soja-Plantagen in Mato Grosso. Der brasilianische Bundesstaat hat die höchste Rate an Waldzerstörung im Amazonasgebiet. Die Cerrado Savanne und ihre einzigartige Biodiversität wird abgeholzt, um Platz für Soja-Plantagen zu schaffen. Mato Grosso ist auch der Staat mit der höchsten illegalen Landnahme und Entrechtung der indigenen Bevölkerung.

In Thailand profitiert die staatlich geförderte Palmöl-Industrie von der Entscheidung des Klimasekretariats. Dort soll die Fläche von 400.000 Hektar (2006) auf 1,6 Millionen Hektar im Jahr 2029 ausgeweitet werden. Und das obwohl die klimatischen Bedingungen für Ölpalmen in Thailand gar nicht günstig sind. Unmengen von Süßwasser muss aufgewendet werden, um ausreichende Ernten zu erzielen. Lokale Organisationen gehen davon aus, dass Thailand bald schon nicht mehr ausreichend Lebensmittel produzieren kann.

Die relevanten Dokumente (nur auf Englisch) des UN-Klimasekretariats finden Sie auf der folgenden Webseite ganz unten unter Punkt ACM0017:
Approved Baseline and Monitoring Methodologies.

Es handelt sich insbesondere um die Dokumente Tool for the identification of degraded or degrading lands for consideration in implementing CDM A/R project activities (364 KB)

und

Production of biodiesel for use as fuel —- Version 1 (568 KB)

Protestaktion

Regenwald.org hat dagegen eine Protestaktion gestartet. Der Vorstand des UN-Klimasekretariats soll diese Entscheidung zurückziehen. Ihre Protestmail geht direkt an das Sekretariat des Vorstandes. Eine Kopie aller Unterschriften wird an jedes Vorstandsmitglied gesendet. (Eine deutsche Übersetzung liegt leider noch nicht vor)

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Vom Prinzip der Solidarität

Donnerstag, Dezember 18th, 2008

Von Evo Morales

Die Logik des kapitalistischen Systems zerstöre die Erde, sagt Boliviens Präsident Evo Morales und fordert die Industriestaaten auf, ihre Versprechungen einzuhalten.

Schwestern und Brüder, heute ist unsere Mutter Erde schwer krank. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts haben wir die heis­sesten Jahre des letzten Jahrtausends erlebt. Die globale Erwärmung verur­sacht abrupte Wetterveränderungen mit katastrophalen Folgen: den Rückgang der Gletscher und das Abschmelzen der Polarkappen; den Anstieg des Meeresspiegels und die Überschwemmungen der Küstengebiete; das Wachstum der Wüsten und die Abnahme der Süsswasservorräte; immer mehr und stärkere Naturkatastrophen sowie das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten.

Dies alles hat 1750 mit der Industriellen Revolution begonnen. In nur zweieinhalb Jahrhunderten haben die sogenannten entwickelten Staaten einen grossen Teil der fossilen Brennstoffe aufgebraucht, die zuvor in über fünf Millionen Jahren entstanden sind.

Es ist die Logik des kapitalistischen Systems mit der Gier nach Gewinn ohne Ende, die den Planeten zu zerstören droht. Im Kapitalismus sind wir nicht Menschen, sondern KonsumentInnen. Für den Kapitalismus gibt es keine Mutter Erde, sondern nur Rohstoffe. Der Kapitalismus ist die Ursache von Ungleichheiten in der Welt. Er schafft Luxus für einige wenige, während Millionen an Hunger sterben. In den Händen des Kapitalismus verwandelt sich alles in eine Ware: das Wasser, die Erde, das menschliche Genom, die uralten Kulturen, die Justiz, die Ethik, der Tod und selbst das Leben. Alles, absolut alles, ist zu kaufen und zu verkaufen im Kapitalismus. Selbst der Klimawandel wird dabei zu einer Ware.

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Schneesturm im März

Dienstag, März 25th, 2008

Seit 5 Tagen Frühling, und dann so was:

Schnee im März

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UNO-Klimakonferenz

Mittwoch, Dezember 5th, 2007
Bei der Klimakonferenz der UNO gibt es nicht genug Stellplätze für die ganzen Privatjets, mit denen die Teilnehmer anreisen wollen.

Gesehen beim roten Blog

Via

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Licht aus!

Dienstag, November 27th, 2007

Licht aus” heisst die wohl bisher grösste Klimaschutzsensibilisierungsaktion im deutschsprachigen Raum. Greenpeace ruft zusammen mit anderen Organisationen (und Firmen) dazu auf, am 8. Dezember das Licht um 20.00 Uhr für 5 Minuten auszuschalten.

Mitmachen kann eigentlich jeder: Alle Privathaushalte in der Schweiz, aber auch Städte, Gemeinden, Unternehmen, Vereine und Organisationen sind aufgerufen. Die Teilnehmer können beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, oder Aussenbeleuchtung ausschalten.

Obwohl zu diesem Zeitpunkt viele Leser nicht zu Hause anzutreffen sein dürften, sei dies hier erwähnt. Und sei es, weil durch halb verdunkelte Städte laufen zu dürfen, schon sehr sexy wäre… Zugegebenermassen!

Trotzdem sieht eine Revolution anders aus. Was ist schon nach diesen fünf Minuten anders? Klar, wenn sämtliche Menschen auf dieser Erde mal sämtliche Energieverbraucher für fünf Minuten ausschalten würden – soweit die Theorie –, ergibt dies eine verdammt grosse Menge eingesparter Strom. Doch ist dies die Lösung? So einfach und so simpel? Alle paar Monate oder Jahre für wenige Minuten den Stecker raus… Und sonst so weitermachen wie bisher.

Auch das Argument mit der Bewusstseinsbildung hinkt… Wir erinnern uns, irgendwie gab’s solche Aktionen schon in ähnlicher Form – autofreie Sonntage nannten sich zum Beispiel diese Ökosibilisierungsaktion ab den 70er Jahren. Der Verkehr hat seitdem massiv zu- und die autofreien Tage enorm abgenommen…

Auch betrachten kritische Zeitgenossen die Beteiligung von Unternehmungen wie Pro7 an der Aktion als fragwürdig. Die zu erwartenden Galileo-und-Ko-Extrasendungen sowie Live-Berichterstattung des “Licht-aus”-Tages werfen durchaus Fragen auf. Beispielsweise was die Antriebe für dieses plötzliche “Einstehen für die Umwelt” sein mögen – das Klima oder der Profit? Was ist wenn die “Licht aus”-Aktion einen finanziellen Verlust verursachen - oder die Quote nicht erreichen? Ist dann die Erste auch sogleich die letzte Aktion in diesem Rahmen? Und was ausser der Produktion von Fernsehsendungen über dieses Thema tut der Sender sonst noch für das Klima?

Doch trotz aller Vorbehalte schaden fünf Minuten “Licht aus” am Samstag in einer Woche niemanden vom uns. Kritisch mitmachen ist sicher nicht das Falscheste…

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Veranstaltung zu Agrotreibstoff

Donnerstag, November 8th, 2007

Agrotreibstoffe: Chance oder Schnapsidee?

Donnerstag, 8. November 2007, 20.00 Uhr
Zentrum Karl der Grosse, Kirchgasse 14, beim Grossmünster, Zürich
Tram 4 ab Hauptbahnhof oder 15 ab Central bis Helmhaus

Die neoliberale Wachstumswirtschaft hat Durst. Sie beruht auf dem Verbrauch von Treibstoff aus fossilen Energieträgern. Seit einigen Jahren werden nun Agrotreibstoffe verstärkt als Alternative propagiert.

Doch KritikerInnen weisen auf schlechte Ökobilanzen, Monokulturen, Gentech-Einsatz, Brandrodungen und Vertreibungen in den Anbauregionen des Südens hin. Sie prangern die Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion und die Rolle der Öl-, Auto- und Agroindustrie an.

Dass es auch anders geht, will die Gebana AG zeigen: Sie hat einen Treibstoff aus einem Soja-Nebenprodukt lanciert, der die Nahrungsmittelproduktion nicht konkurrenzieren soll. Der Bio-Anbau soll die Umweltbelastung senken, der Faire Handel den KleinbäuerInnen in Brasilien ein gerechtes Einkommen sichern.

Podiumsdiskussion mit:

  • Reto Sonderegger, Sozialforscher und Bioberater, lebt in Paraguay
  • Adrian Wiedmer, Umweltnaturwissenschafter ETH und Geschäftsleiter Gebana AG, lebt in Brasilien
  • Herbert Karch, Ing. agr. ETH und Geschäftsführer Kleinbauern-Vereinigung

Freier Eintritt, Kollekte

Die Veranstaltungsgruppe wird unterstützt durch: Kleinbauern-Vereinigung, Gebana AG und Café RebelDia / Direkte Solidarität mit Chiapas

Kontakt: agrotreibstoffe@gmail.com

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Klima-Initiative steht

Dienstag, November 6th, 2007

Die “Volksinitiative für ein gesundes Klima” ist nach Angaben der Initianten zu Stande gekommen. Innerhalb von fünf Monaten wurden 120′000 – nötig sind 100′000 gültige – Unterschriften gesammelt.

Die im Mai lancierte Klima-Initiative kommt bei der Schweizer Bevölkerung gut an. Dies sei ein klares Signal der Schweizer Bevölkerung für eine mindestens 30-prozentige Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 gegenüber dem Stand von 1990, teilte der Trägerverein mit.

Als konkrete Massnahmen schlagen die Initianten unter anderem die CO2-Lenkungsabgabe auf Treibstoffe, den Minergie-P-Standard für Neubauten und den Minergie-Standard für Renovationen vor.

Hinter der “Volksinitiative für ein gesundes Klima” stehen die Grünen, die SP, der WWF, Greenpeace, die Schweizerische Energiestiftung, der Verkehrs-Club der Schweiz sowie weitere Parteien, Organisationen und Gruppierungen.

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Petition “Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe” unterzeichnen! Petition “Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe” unterzeichnen!