Abzotteln, SVP
By gonorrea.Im Hinblick auf die Wahlen im Herbst 2007 scheint die rechtskonservative SVP Angst um ihren Wähleranteil zu bekommen. Deswegen malt die Partei mal die “Gefahr” einer Abwahl ihres Bundesrat Blocher an die Wand. In diesem Fall würde die SVP den Bundesrat gänzlich verlassen, und in die Opposition gehen.
“Die Gefahr einer Abwahl ist absolut realistisch. Dies wollen wir dem Volk in aller Deutlichkeit sagen.”
Sagte Parteipräsident Ueli Maurer den Medien gestern in Bern, und forderte diese umgehend auf, das Volk entsprechend aufzuklären. Um ihren Warnungen mehr Nachdruck zu verleihen, will die Partei in den nächsten Wochen zusätzlich noch entsprechende Inserate schalten.
Hinter dem angeblichen “Geheimplan” – welcher übrigens irgendwie gar nicht so geheim ist – stecken die Linken und Grünen, aber auch die CVP und die FDP - also eigentlich wie immer alle! Als Beweisstück seiner These präsentierte der irgendwie an einen Statist aus einem Nazi-Film erinndernde Christoph Mörgeli ein Plakat der SP. Das Plakat ist jedoch nichts weiter als eine abgeänderte Version des SVP eigenen Plakates für ihre elende Ausschaffungsinitiative.
Gemäss Mörgeli wollen die Gegner Blocher nicht abwählen weil er unfähig, inkompetent, faul oder erfolglos sei, sondern:
“Ganz im Gegenteil: Hätte er sich im Bundesrat als Enttäuschung für seine Anhänger erwiesen, wäre er bei seinen Gegnern anlässlich der Wiederwahl wohl völlig unbestritten”
Da braucht es schon einiges an Fantasie um den Gedankengang nachzuvollziehen. Seiner Logik nach werden also politische Gegenspieler gewählt, wenn die unfähig und inkompetent sind! Naja, vielleicht hat der Herr Militärhistoriker das Prinzip der Wahlen einfach noch nicht ganz verstanden. Normalerweise werden da nämlich politischen Gegner keine Stimmen gegeben… Aber Mörgelis Argumentation sollte man sich im Hinterkopft behalten. Es dauert bestimmt nicht lange, und seine Partei schreit nach dem Rücktritt von Politikern wie beispielsweise Micheline Calmy-Rey.
Doch zeigt das Gebären der SVP wie nervös die Partei in der letzten Zeit wurde. Nachdem mehr oder weniger sämtliche Haushalte ungefragt einen Unterschriftbogen für die SVP-Ausschaffungsinitiative erhalten hat, drohte sie der JUSO die Portokosten weiterzuverrechnen. Dies weil Aufrufe durch das Land gingen, die Unterschriftsbögen leer an den Absender zurückzusenden. Dann sah sie sich dem Vorwurf ausgesetzt, mit ihrer Propaganda für eben diese Initiative sich von den Nazis inspiriert zu haben. Und zu guter letzt wurden im Wahlvideo der SVP Szenen mit Jugendlichen verwendet, welche davon gar nichts wussten und nun das Verbot dieses Videos fordern. Was die ansonsten so auf Recht und Ordnung erpichte Partei nicht weiter stört, und das Video weiter laufen lässt.
Fazit: Abwählen das Gesocks…
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Tags: schweiz





Dienstag, August 28th 2007 at 16:38
Total richtig Dein Fazit!
Dienstag, August 28th 2007 at 16:52
Gutes Fazit! Generell ist es ja sowieso nur ein Wahlkampfgetöse, doch so etwas lächerliches habe ich schon lange nicht mehr gehört.
Das da keine Verschwörung ist, war ja klar, schliesslich sind Verschwörungen eher geheim und werden nicht mit Plakaten kommuniziert.
Dass ich aber nicht die SVP wähle, lag schon lange vor dem Wahlkampf fest.
Dienstag, August 28th 2007 at 17:04
Dass mit solchen Methoden jemand gewonnen werden könnte, SVP zu wählen, ist mir schlicht schleierhaft. Für wie blöd halten die SVPler ihre Wähler eigentlich - oder ist das nur ihr Spiegelbild…? Ich frag ja nur.
Mittwoch, Dezember 12th 2007 at 16:42
das sagt sich wohl die svp jetz nachdem ihr mühsam mit bauern-märchen aufgebautes ansehen und somit die glaubwürdigkeit bröckelt… die sogenannte konkordanz bestehend aus destruktiven einwänden und schein-kompromissen der svp war nie wirklich wünschenswert… obs sie es nun auch mit der opposition schaffen werden vernünftige politik zu verhindern?
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