Taiwan wird (fast) zur Atommacht
By gonorrea.
Das US-Militär hat anstatt der bestellten Helikopterbatterien vier Zünder für Atomraketen nach Taiwan geliefert.
Der Fehler sei bereits im Jahr 2006 auf einem Stützpunkt des Militärs im US-Bundesstaat Wyoming passiert, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Weiter sei der Vorfall “sehr beunruhigend”, aber es habe sich dabei nicht um Material zum Bau von Atomwaffen gehandelt.
Uff, wie beruhigend! Den Fehler hat das Militär allerdings erst gemerkt, als die Regierung Taiwans Washington entsprechend informierte. Und die haben sich ja vielleicht auch nur gemeldet, weil sie damit eben keine Atomwaffen bauen konnten. Da wird China aber auf jeden Fall mal tief durchatmen…
Doch diese Geschichte generiert so einige Fragen über das Inventar von Waffenbeständen beim US-Militär. Merken die denn eigentlich was, wenn ihnen Waffen geklaut werden? Und wer sonst noch so alles hat wohl “unplanmässig” Nuklearwaffen aus den USA erhalten?
Darüber könnte man eigentlich lachen, hätte die Sache nicht soviel Sprengkraft. Wäre wohl besser für uns alle, wenn die USA – sowieso mit einem lockeren Finger am Abzug gesegnet – endlich ihr Atomwaffenarsenal aufgeben würden. In der letzten Zeit sind doch vermehrt kritische Vorfälle zu beobachten. So hat erst vor wenigen Monaten versehentlich ein mit sechs scharfen Atombomben bestücktes Kampfflugzeug die USA überflogen, und so nebenbei hat das Pentagon auch schon mal eine Bauanleitung für Atombomben im Internet veröffentlicht. Doch leider sind die Staaten nicht an der Abschaffung der Nuklearwaffen interessiert, im Gegenteil, sie rüsten sich momentan gerade mit neuen Sprengköpfen und Bomben aus.
Aber gewarnt wird immer nur vor der iranischen Atombombe…




