Greenpeace-Mitarbeiter in Japan verhaftet

By gonorrea.  
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In Japan wurden zwei Greenpeace-Aktivisten verhaftet. Die Beiden hatten einen Schmuggel mit Walfleisch aufgedeckt und nun wird ihnen vorgeworfen, einen Karton mit Walfleisch gestohlen zu haben.

Die beiden japanischen Greenpeace-Mitarbeiter Junichi Sato and Toru Suzuki, die in Japan einen Schmuggel mit Walfleisch aufgedeckt haben, müssen weiter in Untersuchungshaft bleiben. Diese Entscheidung traf vorgestern das Untersuchungsgericht der japanischen Stadt Aomori. Die Richter ignorierten damit Beweise für die Unschuld Satos und Suzukis und ihr ausdrückliches Angebot, sich aktiv an der Aufklärung zu beteiligen und die Ermittlungsarbeiten der Polizei zu unterstützen.

Die Greenpeace-Mitarbeiter hatten der japanischen Staatsanwaltschaft Mitte Mai einen Karton mit Walfleisch übergeben, das Mitglieder der japanischen Walfangflotte unterschlagen haben und illegal auf eigene Rechnung verkaufen wollten. Bis zu 93 solcher mit Walfleisch aus dem diesjährigen Fang im Südpolarmeer gefüllten Kisten wurden von der Mannschaft der Fangflotte als persönliches Gepäck deklariert und von Crew-Mitgliedern illegal von Bord gebracht. Der Marktwert des Walfleisches pro Karton liegt bei etwa 3000 US-Dollar. Die Besatzungsmitglieder haben dabei mit Unterstützung der verantwortlichen Walfang-Firma Kyodo Sempaku und der japanischen Regierung gehandelt, wie Recherchen von Greenpeace ergaben.

«Eine öffentliche Untersuchung in Japan muss jetzt das Ausmass des Skandals zeigen», fordert Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack. «Offensichtlich steckt unter der Maske der Wissenschaft die Fratze der Geldgier. Der Walfang muss sofort beendet werden. Auch die Schweizer Regierung muss dafür noch mehr Druck machen.»

Während den beiden Greenpeace-Mitgliedern vorgeworfen wird, eine Kiste Walfleisch gestohlen zu haben, wurden die Ermittlungen gegen die Walfänger aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Protest-Mail: Befreit die Aktivisten (Engl.)

In Santiago de Chile findet diese Tage übrigens gerade die Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) statt. Während Japan das Walfangverbot – wie jedes Jahr – zu kippen versucht, hat Chile heute den Walfang in den Hoheitsgewässern des Landes verboten.

Eine Zusammenstellung der Blog-Unterstützung für die Aktivisten gibt’s bei RainbowNet

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3 comments to “Greenpeace-Mitarbeiter in Japan verhaftet”

  1. Comment by kaixo:

    sick sad world! komm schlachten wir tiere auf grausame weise ab, verkaufen es als wissenschaftliche untersuchung und machen viel geld damit.

    gleichzeitig werden die aktivistInnen (grössten respekt!!!) verhaftet und - in diesem fall - dem diebstal angeklagt.

    ich kann gar nicht so viel essen,wie ich kotzen möchte.

  2. Comment by Ralf Stoffe:

    Also ich möchte garnicht wissen, was da in Japan alles so an Korruption abgeht!

    Es gab ja schon genügend Demos wegen der Walfang-Geschichte Japans. Und sobald die ach so scheinheiligen Politiker in so einem Skandal mit verwickelt sind, setzt das Gesetz aus und die “großen” zeigen ihr wahres Gesicht!

    Ralf

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