Aufklärung tut Not

By gonorrea.  
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UPDATE: Stadt Luzern verbietet Proteste gegen Scientology!

Scientology ist diese Tage wieder überaus aktiv. Mit ihrer Tarnorganisation “Bürgerkommission für Menschenrechte” begegnen uns die Rattenfänger der Sekte wieder an zahlreichen Bahnhöfen der Schweiz.

Der Scientology (auch unter dem Namen Dianetics auftretend) Ideologie entsprechend wird gegen Psychiatrie gewettert. Scientology sieht jede Krankheit als Schuld des einzelnen an. Wer eine Brille trägt oder einen Unfall hatte, ist selbst daran schuld. Wer psychisch krank ist oder Trisomie 21 besitzt, ist eben ein schlechter Mensch. Psychiatrie oder Medizin werden nicht anerkannt.

In Luzern wird am 6. Juni ein Scientology-Stand am Bahnhofsplatz zu finden sein. Die Anonymous-Zelle Luzern ruft deswegen an diesem Tag zu einem Raid auf.

Was ist Scientology?

Die 1954 von L. Ron Hubbard in den USA gegründete Scientology Organisation behauptet, den Weg zum “perfekten Menschen”, der “clear” im Sinn ihrer Lehre ist, weisen zu können. Tatsächlich geht es Scientology aber nicht um seelischen Zuspruch oder um uneigennützige Hilfe bei der Bewältigung persönlicher Probleme. Sie ist vielmehr ein international tätiges, auf Expansion programmiertes Wirtschaftsunternehmen.

Die Scientology Organisation verkauft Betriebsführungstechnik und Trainingskurse zur Persönlichkeitsveränderung. Maxime ihres religiös verbrämten Missbrauchs von Psycho- und Sozialtechniken sind rücksichtsloses Macht- und Gewinnstreben entsprechend Hubbards Devise “make money - make more money …”.

Bereits in seinem Grundlagenwerk “Dianetik” wies Hubbard auf die grundsätzlich politische Tendenz seiner Lehre hin. Scientology will Gesellschaft und Staat zwecks angeblicher Vervollkommnung des Einzelnen und aller sozialen Bereiche in ein zentral gesteuertes Kommandosystem mit einer scientologisch gelenkten Regierung umwandeln.

Nach Hubbards Vorstellungen, die bis heute für Scientology und alle Scientologen verbindlich sind, soll die Scientology Organisation die Führung durch Einflussnahme auf Wirtschaft, Politik und Staat erlangen. Hierzu sollen Behörden und die Gesellschaft “in einen Zustand völliger Übereinstimmung” mit den Zielen von Scientology gebracht werden.
Mit Bezeichnung “Kirche” versucht Scientology den Anschein einer Religion einzunehmen.

Mehr Infos über Scientology:
Der gesäuberte Planet - Reise ins Innere der Scientology [Teil 1 ¦ Teil 2 ¦ Teil 3]

Wer ist Anonymous?

Projekt Chanology, auch Operation Chanology genannt, ist ein Protest gegen die Scientology Organisation, der von Internetnutzern durchgefürt wird, die sich Anonymous nennen.Organisiert werden die Proteste über Internetseiten, Foren und Chats. Dabei verbreiten sich wichtige Informationen unter den Anonymous durch Aufnahme auf der einen Internetseite und Wiedergabe auf einer Anderen (praktisch wie ein Gerücht “die Runde macht”).

Das Projekt wurde gestartet, nachdem die Scientology Organisation durch rechtliche Mittel versuchte das scientology-interne Tom-Cruise-Video aus dem Internet zu löschen.

Öffentlich gemacht wurde das Projekt am 21. Januar 2008 durch das YouTube-Video “Message to Scientology“. Das Video besagt, dass Anonymous die Aktivität der Scientology Organisation als Internt-Zensur sehe, und dass Anonymous beabsichtige die Organisation aus dem Internet zu verbannen. Daraufhin folgten DDoS-Angriffe auf Internetseiten der Organisation und Faxe mit Schwarzen Seiten sowie Scherzanrufe gingen bei Scientology ein.

Im Februar änderte sich das Vorgehen aufgrund von Kritik seitens längjähriger Gegner der Scientology Organisation. Die Aktionen konzentrieten sich daraufhin auf friedliche Proteste sowie den Versuch die Steuerbefreiung in Ländern wie z.B. den USA aufzuheben.

Die Aktivisten von Anonymous tragen in der Öffentlichkeit oft Masken. Sie ist zum Schutz des Lebens und der Privatsphäre notwendig. Aufgrund der Scientology “Fair Game Richtlinie” setzen setzen sich alle Kritiker einem sozialen, politischen und finanziellen einem Risiko aus. Jede Person die zu “Fair Game” erklärt wird, darf auf legale oder illegale Weise angegriffen werden. Ein Scientologe, der diese Handlungen durchführt, wird dafür von der Sekte nicht verurteilt. Die Bandbreite erstreckt sich von Stalking, Telefonterror, unerwünschten Besuchen bis hin zu Denunziation bei den Arbeitskollegen oder Nachbarn. Die Scientology Organisation behauptet, sie habe dieses Verfahren bereits vor mehreren Jahrzehnten ausser Kraft gesetzt, allerdings ist dies lediglich auf dem Papier geschehen. Bis zum heutigen Tage wird die Fair Game Richtlinie praktiziert.

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