Revolution an der Tanzbar: Isobel Goudie
By ttrueten.Die “Sensational Alex Harvey Band” mit “Isobel Goudie”.
Isobel Gowdie wurde im Jahre 1662 in Schottland der Hexerei angeklagt. Ihr Geständnis, welches angeblich ohne den Einsatz von Folter erreicht wurde, ist eine der detailliertesten Quellen für Beschwörungsformeln wie sie gegen Ende des Zeitalters der Hexenprozesse verwendet wurden.
Sie behauptete, dass sie und andere Mitglieder ihres Hexenzirkels sich bei ihren Treffen in Tiere verwandelten. Nach der Transformation wurden sie angeblich von einer der schottischen Mythologie entstammenden Elfenkönigin in deren Reich empfangen.
Es ist heute unklar ob Gowdie’s Geständnis auf eine Psychose zurückzuführen ist oder ob sie der Hexerei verdächtigt, sich von einer derartigen Aussage ein milderes Urteil versprach. Ihr Geständnis stimmt inhaltlich mit den meisten Protokollen dieser Zeit überein, ist aber sehr viel detaillierter. Es existieren keine Aufzeichnungen über ihre Exekution.
Gowdie’s Geschichte wurde später in einer Vielzahl von kulturellen Werken verarbeitet. Sie taucht als Charakter in mehreren Büchern auf, u. A. in J. W. Brodie-Innes autobiographischem Roman The Devil’s Mistress, in Jane Parkhurst’s Isobel sowie in Night Plague von Graham Masterton. Isobel Gowdie kommt außerdem in Liedern von Creeping Myrtle und Alex Harvey vor; The Confession of Isobel Gowdie ist ein Orchesterwerk des schottischen Komponisten James MacMillan.
Einige von Gowdie’s eigenen Werken wurden in der Anthologie Early Modern Women Poets: 1520-1700 der Oxford University Press verlegt.
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