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Wieso man sich an Demos vermummen sollte

DAS Argument für Vermummung an Demonstrationen liefern hauptsächlich Gegner dieses Phänomens.

So zum Beispiel geschehen nach der Anti-WEF-Demonstration in Luzern vom letzten Samstag. Anhänger von Rechtsaussen-Positionen kritisierten das dulden von Vermummten an der Demo seitens der Polizei (”Das Vermummungsverbot wurde ganz klar von etlichen Demonstrationsteilnehmern nicht befolgt” – Quelle: Pro Luzern), während sie gleichzeitig unvermummte Teilnehmer der Demonstration öffentlich an den Pranger stellen (”Die Tochter der städtischen Sicherheitsdirektorin an der Demonstration teilnahm” – Quelle: Pro Luzern, dieselbe Meldung)…

Merken die Idioten überhaupt, was sie da tun?

Der Irre aus der TV-Show

Für den US-Fernsehprediger Pat Robertson war der Sklavenaufstand, der Haiti 1804 die Unabhängigkeit von Frankreich einbrachte, ein Pakt mit dem Teufel. Deswegen das verheerende Erdbeben am 12. Januar.

In seiner Fernsehsendung «700 Club» sagte Robertson am Mittwoch, die Haitianer hätten sich unter der Knute der Franzosen befunden – «Napoleon III. oder wer auch immer» – und sich versammelt, um einen Pakt mit dem Teufel zu schliessen. «Sie sagten: ‘Wir werden dir dienen, wenn du uns von den Franzosen befreist.’ Eine wahre Geschichte. Und der Teufel sagte: ‘Okay, wir haben einen Deal.’»

Quelle: 20min

Sklaverei in Brasilien, Gemälde von Jean-Baptiste DebretEin Sprecher Robertsons erklärte daraufhin, der evangelikale Prediger habe nicht behauptet, der Zorn Gottes habe das Erdbeben verursacht. Er habe sich auf die Voodoo-Rituale bezogen, die vor dem Aufstand gegen Frankreich praktiziert worden seien.

Übrigens regierte damals Napoleon I., nicht der III., in Frankreich…

Pat Robertson fällt öfters durch fundamentalistische Äusserungen auf. So bezeichnete er die Terroranschläge am 11. September in New York und den Hurrikan Katrina als Folge von Abtreibung, Homosexualität und Gottlosigkeit in der Bevölkerung. Im August 2005 brachte Robertson in seiner Talkshow “The 700 Club” seinen Wunsch nach der Ermordung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez ins Gespräch. Als Gottesstrafe für die Räumung des Gaza-Streifens sah er im Januar 2006 den Schlaganfall des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon an, da dieser “Gottes Land” zerteilt hätte.

Pat Robertson unterstützte auch die beiden evangelikalen Diktatoren in Guatemala und Liberia, Efrain Ríos Montt und Charles Taylor. Als letzterer von den Vereinigten Staaten gestürzt wurde, kritisierte Robertson Präsident Bush stark und behauptete, dass der Islam in Liberia die Macht an sich reissen würde.

Fotos vom Raid

Endlich online, ein paar wenige Fotos des 1. Raid in Luzern.

Weitere Fotos würden wir gerne nehmen. Einfach einen Kommentar hinterlassen, wir melden uns!

Berichterstattung vom Raid in Luzern

Autor: Anonymous

Am Samstag, 06.06.09, haben ca. 15 Leute von Anonymous friedlich gegen den von der Stadt bewilligten Scientology-Stand von CCHR demonstriert. Das Feedback der Passanten war bestärkend. Es war erschreckend aus erster Hand zu erfahren, wie viele Leute selbst Opfer von Scientology geworden sind. Sei es durch das sich überreden lassen zu einem Intelligenz- oder Psychotest oder durch Familienmitglieder die der Sekte verfallen sind. Obwohl die Bevölkerung Scientology hauptsächlich negativ gegenübersteht, waren viele von den totalitären Inhalten dieser Psychogruppe - zu deren Zielen auch die “Entfernung” von Scientologykritischen Personen, Behinderten und Psychiatern gehört - überrascht. Unter diesen Aspekten scheint es auch äusserst fragwürdig, wieso dem Wirtschaftsunternehmen Scientology überhaupt eine behördliche Bewilligung für solche Stände erteilt wird. Einer Organisation die erklärtermassen in antidemokratischer Weise gegen die Schweizer Bundesverfassung verstösst und mittels überteuerter “Selbstverwirklichungskurse” labile Persönlichkeiten in die Überschuldung treibt. Einer Organisation die mit einem Schneeballsystem arbeitet und gegen die in Frankreich derzeit ein Verfahren wegen bandenmässigen Betruges läuft. Einer Organisation die in Griechenland schon im Jahre 1993 zum Staatsfeind erklärt wurde und die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

Wir wurden am Samstag teilweise auf unsere Maskierung angesprochen. Anonymous maskiert sich zum eigenen Schutz aufgrund Scientologys “Fair Game” Richtlinie, welche suppressive Persons (in Scienologys verklausulierter Sprache: Scientologykritiker) zum Freiwild für üble Nachrede, Drohbriefe und persönliche Diffamierung erklärt. Anonymous-Kundgebungen sind stets friedliche Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung, bei denen auch Spass und Humor nicht zuletzt kommen sollen.

Weitere Fotos vom Raid folgen…

Was interessiert schon die Demokratie?

Wie bitte? In der Stadt Luzern wurde das Flyern gegen einen Scientology-Stand unter Strafandrohung untersagt.

Für den 6. Juni hat die Stadt Luzern einen Scientology-Stand genehmigt. Diesen Stand betreibt die sekteneigene Tarnorganisation “Bürgerrechtskommission für Menschenrechte”. Gegen diesen Entscheid regt sich Widerstand und die Anonymous-Zelle Luzern hat an diesem Tag zu einem ersten Raid in der Stadt aufgerufen.

Was nun kommt, ist für alle Beteiligten doch eine grosse Überraschung. Die Polizei hat der Aktion der Bewegung Anonymous eine Absage erteilt. Im Schreiben, welches gonorrea.ch in schriftlicher Form vorliegt, werden sicherheitstechnische Gründe für das Verbot gelten gemacht:

“Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir aus sicherheitstechnischen Gründen Ihre Aktion weder bewilligen noch tolerieren können. Ihre Gegenaktion zur bereits bewilligten Aktion der CCHR Schweiz, würde ein grosses Sicherheitsrisiko darstellen. Die Risiken sind nicht abschätzbar.”

Weiter teilt die Polizei im Schreiben sogleich mit, “dass wir unbewilligte Aktionen nicht tolerieren und derartige Aktionen polizeiliche Interventionen auslösen.” Aber da man ja in der Stadt Luzern nett zu allen ist, dürfe man ein Kundgebungsgesuch für einen anderen Tag einreichen.

Man kann sich fragen, wie denn ein paar wenige Leute mit Flyer am Bahnhofsplatz – ein durch und durch videoüberwachter Platz - ein Sicherheitsproblem darstellen können. Wenn die Sicherheit der Bahnhofsbenützer bereits durch ein wenig in Umlauf gebrachtes Papier und ein bisschen Aufklärung vor Ort gefährdet ist, ist dies mehr als eine Bankrotterklärung seitens der Sicherheitsorgane. Spätesten hier sollte auch über Sinn und Zweck der Videoüberwachung diskutiert werden. Und ob Fussballspiele weiterhin durchgeführt werden können. Oder Stadtfeste…

Man kann sich auch Fragen, in wie weit sich die Behörden der Stadt noch an das verfassungsmässige Recht der Versammlungsfreiheit gebunden fühlt. Wenn jeder noch so kleine (Markt)Stand in der Stadt jeglichen Protest verhindern wird, kann wohl bald überhaupt keine Kundgebung mehr abgehalten werden.

Man sollte sich auch Fragen, wieso überhaupt Organisationen wie die Scientology eine Standbewilligung erhalten. In Deutschland wird die Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet, in Frankreich läuft ein Gerichtverfahren auf das Verbot der Organisation aus und in Griechenland wurde die Organisation im Jahre 1993 zum “Staatsfeind” erklärt (Quelle: Stuart A. Wright (2002): Public Agency Involvement in Government-Religious Movement Confrontations. S. 102–122 in: Cults, Religion, and Violence). Auch antidemokratische und totalitäre Tendenzen wird der Organisation von verschiedenen Seiten vorgeworfen. So sieht Günther Beckstein in den Lagern des Projekts (Rehabilitation Project Force) “KZ-ähnliche Zustände” (Quelle: Scientology: Eine Herausforderung an die wehrhafte Demokratie. S. 55–62 in: Wie umgehen mit Scientology? Ein internationaler Vergleich, herausgegeben von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sankt Augustin: Konrad-Adenauer-Stiftung, S.56) , eine von der Stadt Hamburg herausgegebene Broschüre vergleicht sie mit “Gulags“. Es würden, so Stephen A. Kent, dort “fast mit Sicherheit die Artikel 9 und 10 der Erklärung der Menschenrechte” verletzt. Eine wissenschaftliche Arbeit zur Stellung Scientologys zur Demokratie kommt zu dem Schluss, es handele sich um eine extremistische Ideologie (Quelle: Andreas Klump: Neuer politischer Extremismus? Eine politikwissenschaftliche Fallstudie am Beispiel der Scientology-Organisation). Und nach überwiegender Meinung in der deutschen Rechtswissenschaft verfolgt Scientology dann auch vermutlich grundgesetzwidrige Ziele (Quelle: Arnd Diringer: Scientology – Verbotsmöglichkeit einer verfassungsfeindlichen Bekenntnisgemeinschaft).

Man muss sich Fragen, wieso in Luzern ein Stand der antidemokratischen Organisation bewilligt, der demokratische Protest dagegen kriminalisiert wird.

Und so kommt’s wie es kommen muss. Böse Zungen sprechen hinter vorgehaltener Hand bereits von einer Unterwanderung der Luzerner Behörden durch die Scientology…

Aufklärung tut Not

UPDATE: Stadt Luzern verbietet Proteste gegen Scientology!

Scientology ist diese Tage wieder überaus aktiv. Mit ihrer Tarnorganisation “Bürgerkommission für Menschenrechte” begegnen uns die Rattenfänger der Sekte wieder an zahlreichen Bahnhöfen der Schweiz.

Der Scientology (auch unter dem Namen Dianetics auftretend) Ideologie entsprechend wird gegen Psychiatrie gewettert. Scientology sieht jede Krankheit als Schuld des einzelnen an. Wer eine Brille trägt oder einen Unfall hatte, ist selbst daran schuld. Wer psychisch krank ist oder Trisomie 21 besitzt, ist eben ein schlechter Mensch. Psychiatrie oder Medizin werden nicht anerkannt.

In Luzern wird am 6. Juni ein Scientology-Stand am Bahnhofsplatz zu finden sein. Die Anonymous-Zelle Luzern ruft deswegen an diesem Tag zu einem Raid auf.

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Der Zorn der christlichen Fundis gegen die Juden

Von Hugo Stamm

Antijudaismus und Antizionismus haben in den christlichen Kirchen eine lange Tradition. Es ist deshalb kein Zufall, dass Papst Benedikt XVI. den Holocaustleugner und Bischof Richard Williamson von der sektenhaften Lefebvre-Priesterbruderschaft rehabilitiert hat.

Papst Benedikt XVI. ist in wenigen Tagen von der umjubelten Pop-Ikone zum reaktionären Fundi mutiert. Mit der Rehabilitierung des Holocaustleugners und Antisemiten Richard Williamson als Bischof löste er weltweit einen Sturm der Entrüstung aus. Die Juden sind geschockt, Deutschland ist geschockt, sogar weite Teile der katholischen Welt sind geschockt. Ausgerechnet ein deutscher Papst nimmt einen Leugner der Gaskammern an seine Brust. Und dieser Williamson ist obendrein Vertreter der sektenhaften katholischen Lefebvre-Fraktion, der Pius-Priesterbruderschaft.

Der Antijudaismus in der katholischen Kirche und im Abendland hat tiefe religiöse und politische Wurzeln. Er begann mit der Kreuzigung von Jesus. Ausgerechnet die Juden, das auserwählte Volk Gottes, schlug den Messias ans Kreuz. Und: Die Juden liessen sich nicht zum Christentum – dem angeblich einzig wahren Glauben – bekehren. Ein religiöser Widerspruch, der für Traditionalisten und Fundamentalisten unter den Christen kaum auszuhalten ist. Seit 2000 Jahren warten sie vergeblich darauf, dass die Juden in den Schoss der christlichen Kirche finden und Jesus als Messias anerkennen. Diese Kränkung sitzt im Vatikan tief, zumal sich die Heilsgeschichte laut Bibel erst dann erfüllen kann, wenn sich die Juden bekehren lassen haben.

Die Ausgrenzung der Juden fand auch in weltlichen und politischen Belangen ihre Fortsetzung. Im Mittelalter durften sie in unseren Breitengraden beispielsweise kein Handwerk ausüben – damals der goldene Boden für die bessere Gesellschaft. So waren Juden gezwungen, ihren Lebensunterhalt mit Handel zu verdienen. Als die Handelswege an Bedeutung gewannen, gelangten sie zu Reichtum. Bald lehnten sie Geld gegen Zins aus und gründeten Banken.

Damit zogen sie den Neid auf sich, wurden beargwöhnt und bald als geizig charakterisiert. Für totalitäre und reaktionäre Regimes gaben sie die idealen Sündenböcke ab. Sie wurden immer wieder verfolgt, geächtet und ausgegrenzt. Ein Höhepunkt dieser Hetzkampagne waren die Protokolle der Weisen von Zion. In geheimen Zusammenkünften sollen die einflussreichsten Juden einen Plan entwickelt haben, wie sie heimlich eine Weltregierung bilden und die Weltherrschaft übernehmen könnten. Die Protokolle der geheimen Weltverschwörung der Juden sollen Geheimdienstleuten in die Hände gefallen sein. In Wirklichkeit wurden die Protokolle von Antisemiten zu politischen Propagandazwecken erfunden, wie Gerichte einwandfrei festgestellt haben.

Trotzdem hat sich Hitler auf diese gefälschten Protokolle gestützt, um den Holocaust zu legitimieren. Er begründete den Zweiten Weltkrieg unter anderem damit, er müsse die geheime Weltregierung der Juden zerschlagen und sie ausrotten, um die Welt endlich vom Bösen zu befreien.

Fundamentalistische Christen konnten ihre Ressentiments gegenüber den Juden bis heute nicht überwinden. Der Neid auf das von Gott auserwählte Volk schwingt immer noch nach. Er wird genährt vom Zorn, dass dieses angeblich unbelehrbare Volk Jesus gekreuzigt hat und bis heute noch nicht als den Sohn Gottes und Messias anerkennt.

Es ist deshalb kein Zufall, dass die Gläubigen in den katholischen Kirchen bis in die Neuzeit
in den Gottesdiensten dafür gebetet haben, dass sich die Juden zum Christentum bekehren und Jesus anerkennen mögen.

Dieser politische und rassistische Affront wurde erst durch das 2. Vatikanische Konzil in den 1960-er Jahren beseitigt

Doch der erzkonservative Erzbischof Marcel Lefebvre schluckte den Beschluss nicht, weshalb er sich mit seinen reaktionären Bischöfen und Priestern der Pius-Priesterbruderschaft von der katholischen Kirche trennte.

2007 hat Papst Benedikt, der früher als radikaler Sittenwächter der katholischen Kirche gefürchtet war, die lateinische Messe wieder zugelassen. Hatte er sich am Anfang seines Pontifikates versöhnlich und gemässigt geben, zeigt er nun wieder sein wahres reaktionäres Gesicht. Ausdruck davon ist eben auch die Rehabilitierung der Lefebvre-Bischöfe. Er verbrüdert sich damit mit einem Holocaustleugner und nimmt es in Kauf, dass er die katholische Kirche in eine Krise stürzt. Seine reaktionäre Gesinnung und die Wahrung der Reinheit der katholischen Lehre sind ihm offensichtlich wichtiger als der Friede in seiner Kirche.

Quelle: Hugo Stamm

Der Gotteswahn

Kulturzeit über das lesenswerte Buch “Der Gotteswahn” von Richard Dawkins

Man fragt sich…

… wie es denn wäre, wenn Palästinenser sowas täten:

Nach Augenzeugenberichten haben Siedler in Hebron das Haus einer palästinensischen Familie angezündet.

Die Reaktion hätte sicher was mit militärischer Vergeltung zu tun. Alles scheiss Terroristen, die blöden Muselmänner…

Über die Islamophobie

Hagen Rether beim Scheibenwischer-Jahresrückblick 2007

gesehen beim redblog und das rote Blog


Petition “Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe” unterzeichnen! Petition “Mumia Abu-Jamal und die weltweite Abschaffung der Todesstrafe” unterzeichnen!